Stephanie und Thomas


Schätze unseres AnfangsSchätze unseres Anfangs

Der Anfang

 

Eigentlich hatte ich so gar keine Lust, meine Mutter bei einer Schwimmveranstaltung (sie ist Wettkampfrichterin) zu besuchen. Aber sie zwang mich schon fast dazu, Ablenkung würde mir doch bestimmt gut tun. Nun gut, besser als daheim in seinem Trübsal zu ersaufen. Denn ich hatte gerade eine herbe Enttäuschung hinter mir und geschworen, für eine lange Zeit der Männerwelt fern zu bleiben.

Da war ich nun, saß mit meiner Mutter und ihren Kameradinnen im Vorraum der Schwimmhalle. Und wenn ein Haufen Frauen aufeinandertrifft, dann geht es schonmal gackerig einher. Irgendwann erzählte ich ein paar üble Männerwitze, die ich gerade per EMail als Aufmunterung von einer Freundin geschickt bekommen hatte.
Das gefiel den Herren vom Santitätsdienst, die ebenfalls dort sassen und die ich bis dato nicht wirklich wahrgenommen hatte, gar nicht gut. Einer der Herren in Rot brachte dies auch zum Ausdruck: “Das ist aber gar nicht nett!!!”
Ich blickte mich um und sah Thomas das erste Mal. Da er sich wirklich angegriffen fühlte und ich nunmal schnell ein schlechtes Gewissen bekomme, versuchte ich es wieder gutzumachen und zu beschwichtigen. Und so entwickelte sich ein stundenlanges Gespräch über Gott und die Welt.
Er gab mir seine EMail Adresse unter dem Vorwand, diese Mail mit dem bösen Inhalt müsse er doch auch mal lesen. Die Serviette, auf die er seine EMail Adresse gekritzelt hat, gibt es noch immer, die Mail habe ich ihm aber nie geschickt, worüber er sich heute noch beschwert! Denn auch unsere Handynummern haben wir ausgetauscht und in den folgenden Tagen viel telefoniert und wild hin- und hergetextet.
Beide hatten wir durch vorherige Enttäuschungen eigentlich erstmal keine Lust und Kraft für eine neue Beziehung. Doch die Liebe kann man nicht manipulieren und so fanden wir in den nächsten Wochen doch zueinander, weil es so sein sollte!   ~Stephie~

Nach dem Antrag auf Liberty IslandNach dem Antrag auf Liberty Island

Der Antrag

 

Im März 2003 flogen wir nach New York. Wir hatten uns endlich nach langen Sparen eine Woche unseren Traum New York erfüllen können. Es ware einfach faszinierend, wir genossen jeden Augenblick in dieser grossartigen Stadt und verliebten uns direkt in Manhattan.

 

Wir hatten kein festes Programm für die Eroberung der Stadt, was absolut typisch für uns ist. Wir liefen einfach los und entdeckten so viele wunderbare Dinge einfach durch Zufall.
Selbstverständlich, daß ein Besuch auf dem Empire State Building anstand. Nur wussten wir nicht, wann. Irgendwann standen wir dann in der Nähe und dachten, es sei Zeit, nach oben zu gehen, um all unsere Entdeckungen in der Stadt mal von oben zu betrachten. Und es ging mit dem Fahrstuhl hoch, wir genossen den faszinierenden Ausblick und konnten gar nicht genug bekommen.


Als wir einige Zeit dort verbrachten und ich fragte, ob wir denn bald wieder nach unten fahren, wurde Thomas seltsam. Ja, wir können gleich gehen, er müsse lediglich nur noch mal die Toilette aufsuchen. Thomas kam und kam nicht zurück, ich machte mir schon ernsthaft Sorgen, ob ihm auf der Toilette schlecht geworden sei- traute mich aber nicht, in die Herren Toilette zu gehen. Doch dann kam Thomas zurück und ich traute meinen Augen nicht:
Er hatte einen Herzluftballon in der Hand und kam auf mich zu. Bevor ich begriff, was nun passieren würde, hatte er mich erreicht, ging vor mir in die Knie, griff in seine Tasche und holte einen zauberhaften Ring heraus.
Und dann fragte er mich, ob ich seine Frau werden wolle. Ich war absolut verblüfft und wir beide weinten vor lauter Glück.

Unter dem Beifall und Gejohle der übrigen Gäste auf der Aussichtsplattform hauchte ich ein JA und ein YES, damit die internationalen Gäste um uns herum verstanden, wie es ausgegangen ist.
Wir hielten uns an den Händen, schauten gemeinsam auf die glitzernde Stadt herunter und wussten, dass etwas ganz Grossartiges beginnen sollte.
Alles war im Vorfeld geplant. Thomas hatte den Ring und den Ballon bereits vor der Abreise in Deutschland besorgt und immer in seiner Jacke mit sich getragen.

Nun aber zum Hintergrund. Einer meiner Lieblingsfilme ist “Schlaflos in Seattle” und wer diesen Film kennt, weiss auch, welche grosse und wichtige Rolle das Empire State Building spielt. Thomas wusste um meine Leidenschaft für diesen Film und die Bedeutung.
Der Junge, der auf dem Dach des Empire State Buildings seine neue Mutter treffen will, heisst Jonah und ist im Film einfach zauberhaft. Sollten wir jemals einen Jungen bekommen, dann wird er Jonah heissen und wir haben eine wunderbare Geschichte zu erzählen, woher sein Name kommt und welche Bedeutung ein einfaches Gebäude haben kann.
~ Stephie ~






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